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Fokus: Verständlichkeit des Rechts

Mit der Verständlichkeit des Rechts zeigen sich die befragten Unternehmen nicht zufrieden. Um die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in diesem Zusammenhang zu verbessern, lohnt sich daher der Blick auf die konkret angebotenen und in Anspruch genommenen Informationen und Hilfen.


Nutzung von Informationsangeboten zum Verständnis der Rechtslage nach Quellen

In der Erhebung 2017 wurden die genutzten Informationsquellen erstmals differenziert abgefragt. Dabei zeigt sich, dass weniger als ein Drittel der Befragten die originären Gesetzestexte im Rahmen des Behördenkontakts zu Rate ziehen, während mehr als die Hälfte das Online-Informationsangebot nutzen. Fast die Hälfte der Unternehmen nimmt externe Beratung in Anspruch. 17 % der befragten Unternehmen geben an, sich nicht über die Rechtslage informiert zu haben.


Zufriedenheit mit der Verständlichkeit ausgewählter Informationsquellen

Während Unternehmensvertreterinnen und -vertreter, die den tatsächlichen Gesetzes- oder Verordnungstext gelesen haben, mit dessen Verständlichkeit relativ unzufrieden sind (Wert von 0,24), bewerten sie andere Informationsquellen zum Teil deutlich besser. So erzielen Informationsbroschüren einen Zufriedenheitswert von 0,85, Informationsseiten im Internet sowie Ausfüllhilfen zu Formularen und Anträgen einen Wert von 0,70.

Daraus kann gefolgert werden, dass Unternehmen die Rechtslage grundsätzlich über zwei Wege, die sich nicht gegenseitig ausschließen, einfacher vermittelt werden könnte. Einerseits könnte das Angebot an Informationsseiten im Internet ausgebaut werden, da diese gute Werte in der Zufriedenheit erzielen und seitens der Unternehmen verstärkt nachgefragt werden. Andererseits könnten Gesetzestexte verständlicher geschrieben werden, mit dem Ziel, dass sich der deutlich unterdurchschnittliche Wert von 0,24 verbessert.

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