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Fokus: E-Government

Funktionale und gut durchdachte Online-Angebote sind ein probates Mittel, um weitere Herausforderungen anzugehen: Öffnungs- und Wartezeiten verlieren an Bedeutung, Informationen können passend zur Verfügung gestellt werden und Verfahren beschleunigt werden. E-Government hat daher im Kontakt zwischen Unternehmen und Behörden einen hohen Stellenwert.


Art der Kommunikation mit Behörden über alle Lebenslagen

Mehr als zwei Drittel und damit die meisten befragten Unternehmen haben Kontakt mit Behörden über das Internet oder das Telefon. Dahinter rangiert die postalische Kommunikation mit 61 Prozent. Mehr als ein Drittel der Befragten stattete den Behörden einen persönlichen Besuch ab, während ein Fünftel der Unternehmen Besuch von Ämtern erhielten. Das Fax wird noch von 17 Prozent der Unternehmen genutzt.

Je nach Lebenslage unterscheiden sich die Werte für Online-Kommunikation deutlich. In der Lebenslage „Teilnahme an Ausschreibungsverfahren“ liegt der Wert bei 86 Prozent, da eine Reform des Vergaberechts von 2016 den ausschließlich elektronischen Prozess mittels E-Vergabe gestärkt hat.


Art des Formularversands

Die Abbildung zeigt, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen, die Formulare versenden, diese herunterladen, ausdrucken und ausgefüllt postalisch oder per Fax an die zuständige Stelle schicken. Etwas mehr als ein Viertel gibt sie stattdessen persönlich ab. Knapp die Hälfte der Unternehmen versendet die Formulare als E-Mail-Anhang. In allen dieser drei Varianten kommt es zu Medienbrüchen, wodurch sich der Informationsaustausch verlangsamt und fehleranfälliger wird. 41 Prozent der Unternehmen versenden die benötigten Informationen hingegen maschinenlesbar und medienbruchfrei direkt über ein Computerprogramm oder eine Internetseite, sodass die Ämter sie ohne zusätzlichen Übertrag bearbeiten können.


Gründe gegen die Nutzung von Online-Angeboten

Da E-Government enormes Potential bietet, ist es wichtig zu erfahren, warum Unternehmen diese Form der Kommunikation nicht nutzen. Mehr als die Hälfte der unternehmerischen Nicht-Nutzer geben an, dass sie auf Online-Angebote verzichten, weil sie den persönlichen Kontakt bevorzugen. Ein Fünftel der Befragten meinte, dass sie in ihrer Lebenslage auf keinerlei E-Government-Angebote zurückgreifen konnten, während 16 Prozent das Angebot gar nicht bekannt war. Jeweils rund ein Zehntel machen für die Nicht-Nutzung von E-Government-Angeboten Datenschutzbedenken und mangelnde Nutzerfreundlichkeit geltend.

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