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Fokus: Verständlichkeit des Rechts

Mit der Verständlichkeit des Rechts zeigen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht zufrieden. Um die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in diesem Zusammenhang zu verbessern, lohnt sich daher der Blick auf die konkret angebotenen und in Anspruch genommenen Informationen und Hilfen.


Art der genutzten Informationsquellen

In der Erhebung 2017 wurden die genutzten Informationsquellen erstmals differenziert abgefragt. Dabei zeigt sich, dass lediglich ein Fünftel der befragten Personen die originären Gesetzestexte im Rahmen des Behördenkontakts zu Rate ziehen, während fast die Hälfte das Online-Informationsangebot nutzen und 35 Prozent zu Informationsbroschüren greifen. Mehr als ein Viertel der befragten Personen nimmt externe Beratung in Anspruch. Ein knappes Viertel gibt an sich nicht über die Rechtslage informiert zu haben.


Zufriedenheit mit der Verständlichkeit ausgewählter Informationsquellen

Während Personen, die den tatsächlichen Gesetzes- oder Verordnungstext gelesen haben, mit dessen Verständlichkeit relativ unzufrieden sind, werden andere Informationsquellen hingegen deutlich besser bewertet. So erzielen Ausfüllhilfen zu Anträgen oder Formularen einen Zufriedenheitswert von 1,01, Informationsbroschüren von 0,95 und Informationsseiten im Internet von 0,89.

Daraus kann gefolgert werden, dass Bürgerinnen und Bürgern die Rechtslage grundsätzlich über zwei Wege, die sich nicht gegenseitig ausschließen, einfacher vermittelt werden könnte. Einerseits könnte das Angebot an Informationsseiten im Internet und sowie an Broschüren ausgebaut werden. Diese erzielen gute Werte in der Zufriedenheit und werden seitens der Bürgerinnen und Bürger verstärkt nachgefragt. Andererseits könnten Gesetzestexte verständlicher geschrieben werden, mit dem Ziel, dass sich der deutlich unterdurchschnittliche Wert von 0,27 verbessert.

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