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Berufsausbildung

Auf dem Weg zum Abschluss eines Aus­bildungs­vertrags, während der Aus­bildung bis hin zum Aus­bildungs­abschluss sind viele Ämter und andere öffentliche Stellen eingebunden, welche von den Betroffenen aufgesucht und kontaktiert werden können oder müssen. Darunter fällt beispielsweise die Beschaffung erforderlicher Nachweise, die Meldung an die Krankenkassen oder das Beantragen finanzieller Hilfen.

Vor Beginn der Berufsausbildung
Nach Beginn der Berufsausbildung
Nach Abschluss der Berufsausbildung


Vor Beginn der Berufsausbildung

Vor Beginn einer Ausbildung müssen dem Ausbildungs­betrieb nach erfolgreicher Bewerbung verschiedene Nachweise vorgelegt werden, z.B. ein Versicherungs­nachweis der Krankenkasse und Beglaubigungen verschiedener Zeugnisse oder anderer Nachweise. Beglaubigte Kopien erhält man beispielsweise bei der Kommunal­verwaltung.

Angehende Auszubildende müssen je nach Tätig­keit folgende Nachweise in ihrem Ausbildungs­betrieb vorlegen: eine amtsärztliche Bescheinigung über die gesund­heitliche Eignung, ein (erweitertes) behördliches Führungs­zeugnis, welches bei der Kommunal­verwaltung erhältlich ist, die steuerliche Identifikations­nummer, ausgestellt durch das Bundes­zentral­amt für Steuern und, abhängig vom gewählten Ausbildungs­beruf, eine Bescheinigung des Gesundheits­amtes über die Teilnahme an einer Belehrung nach dem Infektions­schutz­gesetz (früher Gesund­heits­zeugnis).

Sind angehende Auszubildende vor Ausbildungs­beginn minderjährig, benötigen sie für die oben genannte amts­ärztliche Untersuchung zur Feststellung der gesund­heitlichen Eignung einen Untersuchungs­berechtigungs­schein. Diesen erhält man bei der Kommunal­verwaltung oder beim Gewerbe­aufsichtsamt bzw. Amt für Arbeits­schutz und ist der Amtsärztin oder dem Amtsarzt zu überreichen.

Zusätzlich können Kosten, die durch das Erstellen und den Versand von Bewerbungen entstehen, von der Agentur für Arbeit rück­erstattet werden. Dafür sind Rechnungen und Belege der entstandenen Kosten einzureichen.

Nach Beginn der Berufsausbildung

  • Formalitäten
    Mit Beginn einer Ausbildung können Auszubildende eine Renten­zusatz­versicherung, im öffentlichen Dienst beispiels­weise bei der VBL, abschließen. Dafür ist ein Einkommens­nachweis erforderlich.

    Zusätzlich muss der Beginn der Ausbildung bei der Familienkasse gemeldet werden. Als Nachweis sollte der Ausbildungs­vertrag eingereicht werden. Zudem sind regelmäßig Beschäftigungs­nachweise einzureichen.

    Neben der Familien­kasse muss auch die Krankenkasse über den Ausbildungs­beginn informiert werden. Hier sind die gleichen Nachweise zu erbringen wie bei der Familien­kasse. Ist die betroffene Person zu Beginn der Ausbildung über 25 Jahre alt, kann sie nicht mehr über die Familien­versicherung mitversichert werden und muss eine selbstständige Kranken­versicherung abschließen. Weiterhin wird den Berufsschülerinnen und -schülern ein entsprechender Schüler­ausweis ausgestellt. Dafür muss der Berufsschule ein Foto vorgelegt werden. Mit diesem Ausweis können beispiels­weise bei den städtischen Verkehrsbetrieben Vergünstigungen in Anspruch genommen werden.

  • Beantragung finanzieller Unterstützung
    Auszubildende können zudem weitere staatlich finanzierte Unter­stützungs­leistungen beantragen. Bei der Familienkasse kann die Abzweigung des Kindergelds, das bedeutet die Auszahlung des Kindergelds an das Kind selbst, beantragt werden. Dafür sind Nachweise über die eigene Erwerbs­situation zu erbringen. Weiterhin kann bei der Wohngeld­stelle der Kommunal­verwaltung Wohngeld beantragt werden. Dafür sind der Mietvertrag und Einkommens­nachweise einzureichen. Beim Jobcenter kann dagegen die Aufstockung des Einkommens nach Arbeitslosengeld II beantragt werden. Dafür sind Nachweise des eigenen sowie elterlichen Einkommens und Vermögens einzureichen. Zudem sind der Bezug anderer Sozialleistungen und die Kosten der Unterkunft nachzuweisen. Bei der Agentur für Arbeit kann Berufs­ausbildungs­beihilfe beantragt werden. Diesem Antrag sind der Ausbildungsvertrag, Zeugnisse, der Lebenslauf und Einkommens­nachweise beider Elternteile beizufügen. Die Agentur für Arbeit bietet Jugendlichen mit Ausbildungs­hemmnissen ausbildungs­begleitende Hilfen an. Diese dienen beispielsweise dazu, Sprach- oder Bildungs­defizite abzubauen oder gezielt auf Prüfungen vorzubereiten. Für die Beantragung müssen der Ausbildungs- oder Einstiegs­qualifizierungs­vertrag, ein aktuelles Berufs­schulzeugnis, das Abschlusszeugnis der letzten Schule sowie ein Lebenslauf eingereicht werden. Letztlich können Auszu­bildende, die nicht mehr im elterlichen Haushalt leben, eine Befreiung oder Ermäßigung des Rund­funk­beitrags beim Rundfunk­beitrags­service beantragen. Benötigt werden dafür die Bescheide staatlicher Unter­stützungs­leistungen.
  • Ausbildungsspezifische Anforderungen
    Auszubildende treten während ihrer Ausbildung in Belangen, die den Verlauf und den Abschluss betreffen, wiederholt mit öffentlichen Stellen in Kontakt, um spezifische Angelegenheiten zu klären.

    Auszubildende können sich in vielen Belangen an die zuständigen Kammern, die Industrie- und Handels­kammern, wenden. Sie haben die Möglichkeit bei der IHK bzw. HWK die Verlängerung oder die Verkürzung der regulären Ausbildungszeit zu beantragen. Weiterhin müssen die Berichtshefte gegen Ende der Ausbildung bei der IHK bzw. HWK eingereicht werden. Auch der Antrag auf eine vorzeitige Prüfungs­zulassung kann bei der zuständigen Kammer gestellt werden. Dem Antrag beizufügen sind das Ergebnis der Zwischenprüfung, das Einverständnis des Ausbildungs­betriebs und der Berufsschule sowie, falls zutreffend, der Nachweis einer Behinderung. Sollte das Ausbildungs­verhältnis zwischen Ausbildungs­betrieb und Auszubildenden schon vor Ablegen der Abschlussprüfung beendet worden sein, muss sich der oder die Auszubildende selbstständig bei der IHK oder HWK zur Abschlussprüfung anmelden. Schließlich kann bei der zuständigen Kammer ein Antrag auf Übernahme der Berufsschulnote in das Abschlusszeugnis gestellt werden.

Nach Abschluss der Berufsausbildung

Der Abschluss der Ausbildung muss der Krankenkasse mitgeteilt werden. Die Betroffenen können sich bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden, um Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz zu erhalten.

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Telefonischer Behördenkontakt

  • BAföG-Hotline: 0 800 / 2 23 63 41

  • Kindergeldtelefon: 0 800 / 4 5555 30

  • Servcie-Nummer der Agentur für Arbeit: 0 800 / 4 5555 00

  • Info-Telefon der Anerkennung in Deutschland: 0 30 / 1815 1111

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