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Eintritt in den Ruhestand

Nach vielen Jahren im Berufs­leben steht es den Bürger­innen und Bürgern zu, sich aus der Erwerbs­tätig­keit zurück zu ziehen und in den Ruhe­stand zu gehen. Neben der Bean­tragung der „normalen“ Regel­alters­rente gibt es auch andere Wege, um aus dem aktiven Erwerbs­leben aus­zu­steigen. Alter­nativen können dabei die Alters­teil­zeit­rente oder auch die Erwerbs­minderungs­rente darstellen – letztere tritt in Kraft, wenn ein Arbeiten aus gesund­heit­lichen Gründen nicht mehr möglich ist.

Antragstellung
Bewilligung des Rentenantrags
Ablehnung des Rentenantrags


Antragstellung

  • Regelaltersrente
    Möchte man Rente beantragen, gibt es zunächst eine Vielzahl von unter­schiedlichen Renten­typen, für die eine Antrag­stellung möglich ist. Die folgende Beschreibung der Bürger­pflichten auf dem Weg zum Renten­erhalt trifft auf folgende Renten zu: Regelaltersrente, Altersrente für langjährig Versicherte, Altersrente für besonders langjährig Versicherte, Altersrente für schwerbehinderte Menschen, Altersrente für Frauen, Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Alters­teil­zeit­arbeit.

    Für die Antragstellung dieser Renten bei der Deutschen Renten­versicherung werden gegebenen­falls zusätzliche Erklärungen und spezifische Angaben benötigt. Folgende Auskünfte können erforderlich sein: Klärung des Renten­kontos, Klärung von im Ausland geleisteten Beitrags­zahlungen, Feststellung von Kinder­erziehungs­zeiten, Angaben zur un­ver­schuldeten Arbeits­losig­keit durch Ver­treibung, Umsiedlung, Flucht oder ähnlichem, Angaben zur Festlegung der Anrechnungs­zeiten, Einreichen gesonderter Meldungen durch den Arbeitgeber, Erklärung zum Hinzu­verdienst bei der Alters­rente und Zahlungs­erklärungen für die Aus­zahlung der Rente in das Ausland. Ent­sprechende Nach­weise, beispiels­weise zur Berufs­aus­bildung oder zu Zeiten der Kinder­betreuung, Pflege eines Angehörigen oder Arbeits­losigkeit, müssen dem Antrag beigefügt werden.

  • Altersteilzeitrente
    Einige Arbeitnehmer bieten, noch vor Erreichen des regulären Renten­alters der/ des Beschäftigten, die Möglich­keit an, in Alters­teilzeit weiterzuarbeiten. Die Altersteilzeit kann verschiedene Formen annehmen, beispielsweise arbeiten die Beschäftigten wie bisher im Unter­nehmen weiter, erhalten aber nicht mehr die volle Vergütung. Dafür können sie schon vor dem Eintritt in die Regel­alters­rente die Erwerbs­arbeit nieder­legen und erhalten für diese Zeit das angesparte Ein­kommen.

    Entscheidet man sich dafür in Alters­teilzeit weiter­zu­arbeiten, benötigt der Arbeit­geber zunächst eine Renten­auskunft von der/ dem Beschäftigten. Diese kann bei der Deutschen Renten­versicherung eingeholt werden. Wird später die Alters­grenze zum Eintritt in die Regel­alters­rente erreicht, muss wie oben beschrieben ein Antrag auf Erteilung der Altersrente bei der Deutschen Renten­versicherung gestellt werden.

    Werden Leistungen nach dem „Flexi-2“-Gesetz in Anspruch genommen, kann es zu Unklarheiten über die Höhe der gesetzlichen Rente kommen. In diesen Fällen wird die Klärung der Rentenhöhe mit der Deutschen Renten­versicherung notwendig. Das „Flexi-2“-Gesetz regelt dabei den Umgang mit angesparten Arbeits­vorleistungen in flexiblen Arbeits­zeit­regelungen und sichert die Arbeit­nehmer ab: beispiels­weise legt das Gesetz fest, was mit den angesparten Arbeits­vorleistungen bei Insolvenz des Arbeitgebers oder bei Wechsel der Arbeitsstelle geschieht.

  • Erwerbsminderungsrente
    Tritt eine Erwerb­sminderung ein und ist somit das Nach­kommen einer regulären Arbeit nicht mehr oder nicht mehr in vollem Ausmaß möglich, können Betroffene bei der Deutschen Renten­versicherung Erwerbs­minderungs­rente beantragen. Diese wird, wenn alle Voraus­setzungen zutreffen, an Personen im erwerbs­fähigen Alter ausgezahlt.

    Zunächst ist bei der Deutschen Renten­versicherung ein Antrag auf Rehabilitation zu stellen. Dafür werden dort ärztliche Gutachten und eine Bescheinigung der Kranken­kasse als Nach­weise eingereicht. Werden daraufhin Rehabilitations-Maßnahmen bewilligt, erhält der Betroffene ein Reha-Gutachten. Dieses ist zusammen mit Nachweisen über Zeiten der Arbeits­losigkeit oder Ausbildungs- und Kinder­erziehungs­zeiten für die Beantragung einer Erwerbs­minderungs­rente bei der Deutschen Renten­versicherung einzureichen. Abhängig vom Reha-Gutachten und sonstigen ärztlichen Bescheinigungen, kann eine befristete, unbefristete, teilweise oder vollständige Erwerbs­minderung festgestellt werden. Die Höhe der Rente ist abhängig von der Art der Erwerbs­minderung. Die Deutsche Renten­versicherung kann, um differenziert über den Rentenantrag entscheiden zu können, die Vorlage eines weiteren ärztlichen Gutachtens, ausgestellt von einem Amtsarzt, verlangen.


Bewilligung des Rentenantrags

Wird der Rentenantrag bewilligt, muss sich die betroffene Person bei der Kranken­versicherung der Rentner (KVdR) anmelden, oder – falls die Weiter­versicherung bei der bisherigen Kranken­kasse gewünscht ist – einen Antrag auf Austritt aus der KVdR bei der Kranken­kasse stellen. Danach stehen der Rentnerin bzw. dem Rentner weitere Kontakte mit der Deutschen Renten­versicherung bevor, wenn sie eine Bescheinigung über den Rentenbezug benötigen, Auskunft über mögliche Hinzu­verdienst­grenzen einholen möchten oder anrechenbare Fremdrenten aus dem Ausland anrechnen lassen wollen. Wird neben dem regulären Renten­bezug noch eine Neben­tätigkeit ausgeführt, muss über das Einkommen einmal jährlich eine Einkommen­steuer­erklärung beim Finanz­amt eingereicht werden.


Ablehnung des Rentenantrags

Wird der Rentenantrag allerdings nicht bewilligt, besteht für die Betroffenen die Möglichkeit bei der Deutschen Renten­versicherung einen Widerspruch gegen diese Entscheidung einzulegen. Dem Widerspruch werden ärztliche Gutachten als Nachweis des Bedarfs angefügt. Ist dieser Widerspruch erfolgreich, gilt der Antrag als bewilligt und den Betroffenen stehen die oben genannten Pflichten bevor.

Ist der Widerspruch aber nicht erfolgreich, kann eine Klage vor dem Sozial­gericht eingereicht werden. Auch an dieser Stelle werden ärztliche Gutachten eingereicht. Bei Erfolg der Klage hat der Betroffene den oben angegeben Weg einzuschlagen. Ist die Klage allerdings erfolglos, wird auch weiterhin keine Rente ausgezahlt, sodass es notwendig werden kann, Sozial­leistungen beim Amt für Soziales oder beim Jobcenter zu beantragen. Ein erneuter Antrag auf Bewilligung der Rente ist nach einem Jahr bei der Deutschen Renten­versicherung möglich.

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Telefonischer Behördenkontakt

Für alle Verwaltungsfragen können Sie die Behördennummer 115 kontaktieren.


Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung: 0 800 / 1000 4800

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