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Immobilienerwerb

Das Wohnen in den eigenen vier Wänden beginnt in vielen Fällen mit einem Haus- oder Wohnungskauf bzw. mit dem Erwerb eines Grundstückes, auf dem anschließend in Eigenregie gebaut wird. Dabei ent­stehen vor allem Interaktionen mit Behörden der kommunalen Verwaltung sowie dem Finanzamt. Neben einigen zu erfüllenden Pflichten haben Wohneigentümerinnen und -eigentümer zudem die Möglichkeit, von staatlicher Seite Zuschüsse für den Kauf oder Ausbau zu erhalten.


Kauf eines Grundstücks oder Wohnobjektes
Sanierungspflichten
Steuern und Versicherungen


Kauf eines Grundstücks oder Wohnobjektes

Zunächst muss ein geeignetes Grundstück oder Wohnobjekt gefunden werden. Hilfreiche Infor­mationen, wie zum Beispiel Flurkarten, Flächen­nutzungspläne, ein amtlicher Lageplan, Auszug aus dem Liegenschaftsbuch oder kommunale Satzungen, können bei den Katasterämtern eingeholt werden. In einigen Fällen ist es ratsam, sich von der Kommune ein Negativ­zeugnis ausstellen zu lassen, mit welchem sie von ihrem Vorkaufsrecht für das Grundstück abtritt.

Für den Käufer oder die Käuferin kann es von Nutzen sein, sich vor dem Grundstücks­kauf über mögliche Förderungs­maßnahmen zu informieren. Die Immobilien­finanzierung kann durch staatliche oder öffentliche Gelder (z.B. KfW-Programme oder Förder­gelder von Bundesländern oder Kommunen) bezuschusst werden.

Der endgültige Kaufvertrag muss notariell beglaubigt und die Eigentums­übertragung im Grundbuch vermerkt werden. Hierin werden ggf. auch das Wege- und Einsitzrecht eingetragen. Im Falle einer Vor­finanzierung des Grund­stückes oder der Immobilie wird im Grundbuch zusätzlich auch das Grund­pfand­recht notiert.

Im jeweiligen Verfahren kann es sein, dass nicht die Käuferinnen und Käufer, sondern Notariate einzelne Ver­waltungs­tätigkeiten übernehmen.

Erwerben die Käuferinnen und Käufer ein unbebautes Grundstück und möchten darauf ein Haus errichten, müssen sie mit der Baubehörde der Kommunal­verwaltung in Kontakt treten. Dem Antrag auf eine Bau­genehmigung müssen weitere Nachweise beigelegt und verschiedene Auflagen eingehalten werden. In manchen Fällen ist es ratsam, vor Antrag­stellung mittels einer Bauvoranfrage zu klären, welchen Bedingungen der konkrete Fall unterliegt. Der tatsächliche Baubeginn muss der Behörde zudem angezeigt werden.

Sanierungspflichten

Erwirbt der Käufer oder die Käuferin ein bestehendes Wohnobjekt, fallen gegebenenfalls Sanierungs­maßnahmen an. Für alle Gebäude, für die nach dem 1.10.2007 eine Bau­genehmigung beantragt wurde, ist es notwendig, sich einen Energie­ausweis ausstellen zu lassen. Beim Kauf eines Hauses muss zudem die Dach­dämmung überprüft werden. Sind in Ein- und Zweifamilienhäusern Heizungsrohre oder Heizkessel von vor 1978 enthalten, müssen diese erneuert werden. Die Abwasser­rohre müssen auf ihre Dichtheit geprüft werden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewähren für einige Sanierungsmaßnahmen Zuschüsse.

Steuern und Versicherungen

Ein Haus- oder Grundstücks­kauf muss auch dem Finanzamt angezeigt werden, denn mit dem Kauf wird einmalig eine Grunderwerb­steuer fällig. Jährlich haben Hausbesitzer Grund­steuern ab­zu­führen und dies in der Steuerklärung zu beachten.

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Telefonischer Behördenkontakt

Für alle Verwaltungsfragen können Sie die Behördennummer 115 kontaktieren.


Servicenummer der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): 0 800 / 5 39 90 02

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