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Umzug

Beim Umzug in die neue Wohnung oder in das eigene Haus ist es verpflichtend die Wohnsitzänderung der zuständigen Kommunal­verwaltung des neues Wohnortes mitzuteilen, wobei es unerheblich ist, ob es sich um ein Miet- oder Kaufobjekt handelt. Darüber hinaus sind je nach individueller Lebenslage weitere Stellen über die Adress­änderung zu informieren und Papiere umzuschreiben.

Rechtzeitig vor dem Umzug
Nach der Durchführung des Umzugs


Rechtzeitig vor dem Umzug

  • Bei Betreuung von Kleinkindern
    Frühzeitig vor dem Umzug ist es ratsam sich über das jeweilige Betreuungs­angebot von Krippen und Kitas am neuen Wohnort zu informieren, um aufgrund begrenzter Plätze unnötige Warte­zeiten zu vermeiden. Befindet sich das Kleinkind bereits in einer Betreuungs­einrichtung am alten Wohnort, muss es zunächst abgemeldet und am neuen Wohnort angemeldet werden. Bleibt das Kind in der bisherigen Betreuungs­einrichtung, erfolgt die Adress­mitteilung bei dieser Einrichtung.
  • Bei Betreuung schulpflichtiger Kinder
    Sind bei dem Umzug schul­pflichtige Kinder involviert und wird aufgrund des Umzuges ein Schul­wechsel für das Kind nötig, muss das Kind an einer Schule am neuen Wohnort angemeldet werden. Mit dem bei der Abmeldung an der alten Schule erhaltenen Abgangs­zeugnis und der Melde­bescheinigung des Einwohner­meldeamtes erfolgt die Anmeldung an der neuen Schule. Welche Formulare außerdem benötigt werden, kann vor Ort über das Sekretariat an der jeweiligen Schule in Erfahrung gebracht werden. Steht trotz Umzugs kein Schulwechsel an, beispiels­weise beim Umzug innerhalb des Schulbezirks, muss der Schule lediglich die neue Adresse mitgeteilt werden.

  • Telefon, Internet und Post
    Die Telefon- und Internet­dienstleistungen sind rechtzeitig vor dem Umzug umzumelden, damit die Nutzung direkt nach dem Umzug problemlos erfolgen kann. Damit Brief- und Paket­sendungen nicht verloren gehen und diese die neue Adresse erreichen, sollte möglichst früh­zeitig vor dem Umzugs­termin der Nach­sende­auftrag bei der Post gestellt werden. Die Post bietet hierzu umfang­reiche Service­leistungen an, die auch online in Anspruch genommen werden können.

Nach der Durchführung des Umzugs

  • Grundsätzlich verpflichtend: Ummeldung des Wohnsitzes
    Unmittelbar nach dem Umzug sollte die Ummeldung beim Einwohner­meldeamt der zuständigen Kommunal­verwaltung erfolgen, da eine zweiwöchige Frist eingehalten werden muss, deren Über­schreitung zu Bußgeldern führen kann. Bei der Anmeldung des neuen Wohnsitzes muss mindestens der Haushalts­vorstand persönlich für alle zuziehenden Personen die Personal­ausweise und/ oder Reise­pässe sowie eine vom Vermieter ausgestellte schriftliche Wohnungs­geber­bestätigung über den erfolgten Wohnungs­bezug im Einwohner­meldeamt vorlegen. Bei minder­jährigen Kindern ohne Ausweis ist die Geburts­urkunde mitzubringen.

  • Bei Besitz von Radio und Fernseher
    Unmittelbar nach dem Umzug ist der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice über die Adressänderung zu informieren.

  • Bei Besitz eines Hundes
    Erfolgt der Umzug zusammen mit einem Hund, ist die Adress­änderung derjenigen Stelle in der Kommunal­verwaltung mitzuteilen, die für den Einzug der Hunde­steuer zuständig ist. Dies können im Einzelfall eine Unter­abteilung des Ordnungs­amtes, die Stadt­kasse oder auch die Melde­behörde sein. Im Regelfall genügt zur Ummeldung des Hundes eine formlose, schriftliche Mitteilung.
  • Ummeldung einer Zweit- oder Nebenwohnung
    Die melderechtlichen Bestimmungen sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Der Hauptwohnsitz ist nach dem Melde­gesetz Lebens­mittel­punkt bzw. ein Ort, an dem man sich über­wiegend aufhält oder der Ort, an dem die Familie lebt. Zur Anmeldung einer Zweit- oder Neben­wohnung sind zur persönlichen Vorsprache im Einwohner­meldeamt die Wohnungs­geber­bestätigung des Haupt­wohnsitzes und der Personal­ausweis oder Reisepass mitzubringen. Die Anmeldung des Zweit­wohnsitzes ist auch unter steuerlichen Aspekten relevant – so erheben einige Kommunen eine Zweit­wohnungs­steuer. Welche Bestimmungen im Einzelfall gelten, kann bei der zuständigen Kommunalverwaltung in Erfahrung gebracht werden.

  • Bei Besitz eines Fahrzeuges
    Einige Kommunal­verwaltungen nehmen die Anschriften­änderung in den Fahrzeug­papieren vor, sodass der Gang zur Kfz-Zulassungsstelle entfällt. Ist dies nicht der Fall, muss für die Fahrzeug-Ummeldung die Kfz-Zulassungsstelle aufgesucht werden. Nach dem Umzug sind dort in der Regel die Zulassungs­bescheinigungen Teil I und II vorzulegen. Bei älteren Fahrzeugen sind dies der Fahrzeug­schein und Fahrzeug­brief. Zusätzlich ist die Vorlage der Versicherungs­bestätigung, des gültigen Personal­ausweises oder Reise­passes mitsamt der Melde­bestätigung der Kommunal­verwaltung erforderlich. Es ist zu beachten, dass es zwischen den verschiedenen Zulassungs­bezirken und Bundes­ländern Unter­schiede im Prozedere der Fahrzeug-Ummeldung gibt.
  • Information der Krankenkasse
    Um die Krankenkasse über den Umzug zu informieren, genügt üblicherweise eine schriftliche oder telefonische Mitteilung der neuen Adresse. Einige Kranken­kassen bieten hierzu auch den Online-Mitglieder­bereich an, in dem die neuen Adressdaten durch das Mitglied selbst eingegeben werden können. Darüber hinaus kann es je nach Kranken­kasse sein, dass eine Kopie der Melde­bescheinigung oder des Personal­ausweises als Nachweis vorzulegen ist.
  • Bei Bezug und Rückzahlung von Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
    Dem vor Ort zuständigen BAföG-Amt genügt grundsätzlich eine formlose schriftliche oder telefonische Information, während dem Bundes­verwaltungs­amt im Rahmen der Rückzahlung ein Online-Formular mit der neuen Adresse zu übermitteln ist.
  • Bei Bezug von Sozialleistungen
    Wenn Sozial­leistungen bezogen werden, müssen die jeweils vor und nach dem Umzug zuständigen Institutionen wie die Agentur für Arbeit, das Job­center oder das Amt für Soziales rechtzeitig über die Adress­änderung informiert werden. Die Mitteilung erfolgt entweder persönlich oder über entsprechende Formulare, die von den zuständigen Behörden bereit­gehalten werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Leistungen nahtlos fortgezahlt werden. Auch wenn kein Leistungs­bezug erfolgt, sollte eine arbeit­suchende Person im Falle eines Umzuges das zuständige Arbeitsamt informieren, damit die Vermittlungs­bemühungen fortgesetzt werden können.

    Im Rahmen des Umzugs kann beim zuständigen Amt für Soziales möglicherweise eine Umzugs­beihilfe beantragt werden.

  • Bei Bezug von Wohngeld
    Wenn einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger Wohngeld beziehen, muss der Umzug an die jeweils zuständige Wohngeld­stelle der Kommunal­verwaltung gemeldet werden. Da der Umzug sich auf den Wohngeld­anspruch auswirken kann, wird infolge­dessen auch eine Neu­berechnung durchgeführt.

  • Bezug einer Sozialbauwohnung

    Für den Bezug einer Sozial­bau­wohnung muss zunächst der Wohn­berechtigungs­schein beim Wohnungs­amt beantragt werden. Die Bescheinigung ist einkommens­abhängig und beinhaltet verschiedene Auflagen. Außerdem werden die steuer­freien Einnahmen in die Berechnung einbezogen.

  • Bei Bezug von Kindergeld
    Bezieher von Kindergeld wenden sich zur Ummeldung grundsätzlich an die Familien­kasse der Bundes­agentur für Arbeit. Wenn die Eltern im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, ist die Familien­kasse des jeweiligen Arbeitgebers oder Dienstherrn der zuständige Ansprech­partner. Zur Ummeldung ist das von der Familien­kasse der Bundes­agentur für Arbeit online zum Druck bereitgestellte Formular „Veränderungs­mitteilung“ auszufüllen. Sobald es ausgedruckt und unterschrieben ist, kann es an die Familien­kasse geschickt werden. Für Angestellte des öffentlichen Dienstes bzw. Beamte gibt es ein ähnliches Formular, das auf den Internet­seiten des Bundes­verwaltungs­amtes verfügbar ist.

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